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This is the story of… Berlin, Berlin. #kitkatclub

Die Story wollte raus. Was soll ich sagen^^


Weil ich es spannend fand, wie meine Erwartungshaltung einfach 100% über den Haufen geworfen wurde. Und ich das inspirierend finde. Was so alles Cooles passieren kann im Leben & wir uns slebst überraschen, wenn wir offen bleiben für Neues und unsere eigenen Preconceptions locker lassen.


Weil ich eine tiefe, instant Liebe für diesen Ort entwickelt habe.


Für die Möglichkeit, dass meine Erlebnisse ein anderes Licht auf ihn werfen und dadurch ein bisschen Aufklärung passiert. Um das Natürlichste der Welt zu “normalisieren”.


Und weil es, wie sich herausstellte, eine Facette von mir ist & ich lerne, sie alle zu teilen ;-)


 

Wir sind an diesem Wochenende explizit nach Berlin gefahren, um ganz in dieses Gefühl von sexual tension einzutauchen. 


Es ging nicht mal speziell um Sex. 

Es ging um das Erleben der eigenen & geteilten sacral life force energy. 


Alright then ;) 


(as a sucker for spicy romantacy novels that is a sweet sweet dream come true ;) 


Wir haben uns letztes Jahr zum ersten Mal getroffen. Dieses Wochenende war das vierte Mal. Aber weil ich bin, wer ich bin, umfassten unsere Gesprächsthemen damals beim ersten Date alles rund um Beziehungsmodelle, nicht monogame Beziehungsformen & Sex Positivity.


Und weil ich ab irgendeinem Punkt in meinem Leben wohl begonnen habe, Männer in mein Leben zu ziehen, die ebenso open-minded und bewusst sind… here we go.

Er fragte mich, ob ich den KitKat Club in Berlin kenne. 


Für alle, denen es so ging wie mir damals: KitKat ist ein Club. Der Dresscode ist kinky, sexy, wenig Stoff (wenn man ein Leder Harness so nennen kann^^). Es besteht in diesem Club auch die Möglichkeit, Sex zu haben. 

Doch Sex beginnt ja nicht erst mit der Penetration. Und sexual life force energy = Lebensenergie ist durchaus vielseitiger, als nur das. Nur soviel als kleine Aufklärung an diesem Punkt ;) 


Ich war intrigued, weil es erstens was ist, was ich nicht kenne und zweitens, weil ich lange lange ein Thema mit Weiblichkeit und Sexualität hatte. Und ich mich deshalb in dieser Situation erleben wollte. 

Selbstexperiment sozusagen. 


Let the games begin. 


Ich bestellte mir also ein Outfit. Schön Kombiteil aus Leder, weil ich Kombiteile liebe und ich was wollte, worin ich mich wiederfinde, wenn schon das Outfit an sich super neuartig für mich ist (Leder Harness eben). Dazu ne schicke Unterhose. Eine, die zu meiner Körperform passt. Alles, um sicher zu stellen, dass ich mich möglichst wohl fühlen werde. 


Denn ich erwartete ja, dass ich mich erstmal seltsam fühlen werde. Mich selbst erst kennenlernen müsste in diesem ungewohnten Genre an Kleidung. 

Aber als ich das Teil anzog, war es halt einfach kein Stück so. Sondern weirdly natural. Es fühlte sich krass natürlich an. Ich fühlte mich gut. In meinem Körper angekommen.


Ok, jetzt bin ich wirklich neugierig.


Wir machen uns also auf den Weg nach Berlin.Checken im Hotel ein. Hammer fancy Teil btw. Schwarz, weiß, Flamingos und Botanical. Es war so edel und modern. I like.


Wir kommen erstmal an, essen was und quatschen. Witzig. Mit uns ist es nicht so, dass wir “all over each other" sind die ganze Zeit. Und vielleicht ist es genau das, was diese wundervolle tension so hervorragend aufbaut. Eine Berührung hier. Ein Kuss da. Ein bisschen flirten. Eher teasing, als super obvious.


Dann machen wir uns fertig.


Und ich stehe so vor dem Spiegel im schwarz-weiß gekachelten Bad, das Ringlicht des Spiegels leuchtet in meinen Augen und ich denke mir, wie gut das aussieht. Ich rufe es rüber. Er lacht. I know he agrees ;-)


Ich mache mir die Haare zusammen, zwei Dutt-Zöpfe. Schminke mich dunkel. Von einer Geburtstagsfeier eines Freundes habe ich noch ein Glitzeraufkleber für die Stirn. Es hält noch und ich bin happy. It adds to the magic. Als letztes trage ich dunkelroten Lippenstift auf. Genieße es total, diese Verwandlung die doch wiederum keine ist. Denn ich fühle mich mehr wie ich selbst, als ich mir hätte träumen können.


Als hätte ich eine Facette in mir freigelegt, die ich bis dahin nicht wahrgenommen habe. Die erst jetzt in diesem Kontext - and in this moment in time and space - bereit ist, sich zu zeigen. Weil ich offenbar bereit bin, sie zu verkörpern.


Ich hab mich lang nicht mehr so gut gefühlt, so wohl in mir. So neu und vertraut.

Ein “duh, sure that’s me, always has been.”


Wir machen uns auf den Weg. Und das liebe ich instantly an Berlin: Alle sind so bunt. Gerade Abends beim Weggehen, besonders da in dem Teil der Stadt. Und wir sind bunt und unkonventionell und individuell mittendrin.


Er meinte, er wäre damals beim ersten Mal schon aufgeregt gewesen, als er dem Club näher kam... Ich bin kein Stück aufgeregt. Es ist eher ein “wann sind wir endlich da”.


Wir müssen nicht anstehen. Wahrscheinlich weil ich als Mensch es nicht schaffe, unpünktlich zu sein. (everyone has their magic^^). Wir haben halb 11 gesagt. Um halb 11 betreten wir den Club. 


Links geht es zu den Garderoben. Und hier beginnt die Reise der Erkenntnis, die meine vermuteten Vorstellungen nach und nach auflösen sollte.

Ich hatte keine Vorurteile. That’s not me. Aber ich hatte eine Vorstellung. Von der Musik & wie ich mich darin fühlen könnte (Techno is usually not my thing^^). Davon, wie ich mich in den Kleidern fühlen würde (that one is so last hour^^). Ich hatt eine Vermutung, wie ich mich in dem ganzen Club fühlen könnte. 


Yeah, it was nothing like that.


Wir biegen in den Garderoben-Bereich und ich sehe drei Menschen, die sich gerade ausziehen. Sich umziehen. Von Straßenklamotten in Club-appropriate stuff. Und das ist eben “fast nichts”. Aber eben nicht “Sauna”-nichts, sondern KitKat kinky "nichts".


Und ich feiere es so sehr. 

Weil ich schlagartig diesen Vibe hier bekomme:


Hier sind wir alle so, wie wir sind.

Wie wir wollen.

Es geht nicht darum, gesehen zu werden.

Es geht darum, zu sein.

Es geht nicht darum, cool abgecheckt zu werden.

Sondern darum, sich und diese Seite frei zu entfalten.

Es ist so bunt. So individuell.

Und es verbindet uns.

Es ist ein absoluter safe space.


Wir laufen Hand in Hand in durch die Tiefen des Clubs, durch die verwinkelten Räume. 

Da ist dieser Torbogen, auf dem mit fluoreszierenden Farben ein Willkommen steht.

Ich hatte eine kühle industrial Einrichtung erwartet. Voll das Techno Vorurteil^^ Aber überall sind diese Farben, die im Dunkel leuchten. Überall sind kleine Lichtquellen. Ich finde ein “OM” Zeichen an der Wand und mythologische Figuren. Erotische Zeichnungen, aber so verspielt und schön dargestellt. Überall funkelt es. Und wir mittendrin. Ebenso bunt, ebenso besonders. I’ve returned to the mothership^^

Ich geb zu, es gibt Momente, die mich an meine Wohnung erinnern^^ Die Teppiche, die Lampen, die boho-style Ausstattung^^


We weave in and out of different rooms.


Ich komm kaum drauf klar, dass da einfach ein Pool ist^^.

Man hört nur die Musik vom Raum weiter drin, aber hier können wir einfach sein. Quatschen. Miteinander sein.

Ich fühle mich sicher mit ihm. Hab ich ihm auch gesagt. Dass ich nicht mit jedem in so nen Club gefahren wäre. Wir sind auf einem Level. Da ist Wertschätzung und Respekt. Two of my core values. Und das mag ich an unserer Verbindung.


Wir lernen Menschen kennen. Es ist so ein Miteinander ohne Spielchen, ohne Erwartung, ohne Druck. Einer hat so ne Harmonika irgendwie in den Club bekommen und wir singen zusammen “We found love in a hopeless place”, aus vollem Herzen. Und zum ersten Mal fühle ich mich nicht, als würde ich jemandes Frieden stören, indem ich laut bin. Auffalle. Oder einfach in den Raum “eindringe”. (pun not intended^^)


Wir beide lassen uns treiben, von Raum zu Raum. Verweilen, solange wir wollen mal hier, mal da. Es gibt so viele verschiedene Räume, der Club ebenso vielseitig und bunt, wie wie Menschen darin. Es gibt einen Raum, in dem Tango getanzt wird. Und einen Raum, in dem es in die BDSM Richtung geht. Und so viele Facetten dazwischen, wie eben den Pool Raum mit Sauna, den Chill-Bereich, die Tanzfläche. Weil sich Sexualität und Sinnlichkeit eben auf die unterschiedlichsten Weisen ausdrücken möchten. Und hier leben sie unter einem Dach.

In harmony. 


Und dann die Musik. Leute, ich hab nie verstanden, was an Techno so geil sein kann. So ohne Gesang, schöne Harmonien, eher monoton. (sagte sie, bevor sie wusste, wovon sie sprach^^).

Wir waren auf der Tanzfläche und auf einmal verstand ich es. Alles. Ich bewegte mich intuitiv zu dem Beat und gerade weil die Musik so ist, wie sie ist, funktioniert ihre Magie. Ich war so sehr in meinem Körper. So bei mir. So im Moment. So im Moment mit ihm.


Gemeinsam bewegen wir uns zur Musik. Wir küssten uns und kreierten sensual life force energy zwischen uns. Und die anderen taten es auch. Und es war das natürlichste der Welt. Kein “oh, was denken die andern”. Sondern einfach in die Sinnlichkeit eintauchend. Und wenn jemand bewusst zuschaute, dann war es kein voyeuristisches Gaffen, sondern eine Co-Creation. We create this vibe between us, we indulge in it and gift it to the people around us. Just like everyone else.


Ich schaue hoch und entdecke ein weiteres Bild über dem DJ Pult: “We are Nature” steht da. Ja, man, voll :-D 


Ich hab den Gedanken, dass es so seltsam ist, dass das hier alles als “kinky” bezeichnet wird. Es so ne Subkultur ist, der entweder mit Argwohn oder einem Vorurteil, mindestens mal mit nem “whaaaat, krass” begegnet wird. Dabei ist es das fucking natürlichste der Welt, in unserem Körper zu sein und uns darin wohl zu fühlen. Sinnlich und sexuell zu sein. Gemeinsam in sacral life force energy einzutauchen. Einfach wir selbst zu sein. Und die anderen sie selbst sein zu lassen.


Wir befanden uns auf einer großen Spielwiese und ich fühlte mich so zu Hause. So befreit. So authentisch. Als hätte es dieses “Extrem” gebraucht, um diese Seite an mir frei zu legen. Dieses Mich wohlfühlen in mir und meinem Körper. In Sinnlichkeit. 

Und das alles ohne Drogen :-D Brauch ich gar nicht. 


Es ist lange hell, als wir zum Hotel zurücklaufen. Kein bisschen müde und schon wieder in Vorfreude auf den zweiten Abend, den wir obviously wieder hier verbringen würden. 


What a night. 

Ich dachte, mich würde vielleicht die ein oder andere Sache triggern heute. Aber nee. Vielleicht, weil ich schon die nötige inner work gemacht hab. Aber ich denke vor allem, weil der Space selbst so ist, wie er ist. Open-minded, individuell, safe. Und meine Begleitung ebenso. Und wie wichtig es ist, dass wir Orte und Menschen finden, bei denen wir uns so fühlen. Damit das “wir selbst sein” noch leichter fällt, wenn wir nicht nur für uns sind. 


Dennoch ist das hier keine Geschichte von ihm und mir. Ja, wir harmonieren großartig. Sind uns ähnlich und schätzen uns.Doch ich merke, dass diese Geschichte vielmehr von mir und diesem neu gefundenen Part in mir handelt. Diese Geschichte, die von Selbstfindung erzählt. Von Erkenntnissen und erweiterten Horizonten.

Und die Möglichkeit dazu wiederum habe ich ihm zu verdanken. Und unseren deep talk Gesprächen beim ersten Date. 

Achja… und Tinder^^


Love, Clenda

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